Marketing Update

Google stellt personalisierte Werbung ein, Twitter Spaces launcht für Android und der Trend zu Social Shopping & Paid Content geht weiter.

Das Social Media Marketing Update. Google stellt personalisierte Werbung ein. Was bedeutet das für die sozialen Medien? In dieser Woche hat sich Google in den Streit um Datenschutz und personalisierte Werbung eingeschaltet.

Google stellt personalisierte Werbung ein. Was bedeutet das für die sozialen Medien? In dieser Woche hat sich Google in den Streit um Datenschutz und personalisierte Werbung eingeschaltet. Nachdem Facebook seit einiger Zeit im "Clinch" mit Apple um das Tracking von Nutzerdaten steht, hatte Google in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass diese zukünftig auf personalisierte Werbung verzichten wollen. Was das für Facebook, Instagram und alle anderen sozialen Netze bedeutet und warum Google damit womöglich auch noch gewinn machen wird, besprechen wir in dieser Woche im Social Media Marketing Update.
Während Facebook, Google und Apple mit dem Datenschutzthema beschäftigt sind, nutzt Twitter die Zeit, um weiter an ihrem Clubhouse-Klon Spaces zu arbeiten und einen nächsten Schritt Richtung eCommerce zu machen. Weitere Themen diese Woche sind weiterhin die NFTs, Tiktoks neues Q&A und Lieferandos Schattenwebsites.

Google stellt individualisierte Werbung ein.

Google hat angekündigt, keine Anzeigen mehr zu schalten, die Personen über mehrere Websites hinweg tracken können. Das kommt dem Ende personalisierter Werbung aktueller Machart gleich.

Google will darauf verzichten, unter Auswertung des Surfverhaltens seiner Nutzer Werbeanzeigen auszuspielen. Dabei gilt aber gerade diese auf persönliche Interessen zugeschnittene Werbung als besonders effektiv und damit attraktiv für Werbetreibende. Inventar, das nicht personalisiert werden kann, erzielt bei Weitem nicht die Preise auf den Besucher zugeschnittener Anzeigeplätze.

Twitters Clubhouse-Klon erreicht Android noch vor dem Original

Während die Audio-Chat-App Clubhouse weiterhin nur für iOS verfügbar ist, hat Twitter sein Konkurrenz-Produkt Spaces nun auch für Android verfügbar gemacht. Es gibt allerdings Einschränkungen.

Twitter Spaces ist eine ziemlich ungenierte Kopie des Konzepts der Clubhouse-App. Genau wie beim Vorbild, können Nutzer sich in Räumen, die bei Twitter eben Spaces heißen, treffen und dort in Gruppen miteinander sprechen.

Die vollständige Funktionalität steht indes noch nicht zur Verfügung. In der aktuellen Version können Android-Nutzer zwar an Gesprächen in beliebigen offenen Spaces teilnehmen. Sie können aber keine eigenen Spaces starten. Diese Funktion soll jedoch kurzfristig nachgeliefert werden, wie Twitter verspricht.

Twitter experimentiert mit Shopping-Funktionen.

Mittlerweile sind die Nutzer:innen von Social-Plattformen daran gewöhnt, dass sie sich nicht nur mit anderen vernetzten, sondern auch innerhalb der App shoppen können. Gerade in Zeiten der Coronapandemie erledigten die Menschen ihre Einkäufe vermehrt online. Augenscheinlich diesem Trend folgend testet Twitter nun eine neue E-Commerce-Option: Einen Shop Button.

TikTok führt Q&A Feature ein.

Auf TikTok wird ein neues Q&A Feature eingeführt. Dieses ist ab sofort für alle Creator zugänglich. Wir erklären, was sich damit jetzt ändert und wie du es in deinem Profil aktivierst.

Häufig sind Follower sehr interessiert an Aspekten aus dem Leben ihrer Lieblings-Creator. Diese werden nach Tipps oder bestimmte Produkten gefragt oder nach Insights in ihr Leben. Auf TikTok ging dies bisher über die Kommentare, doch die Kurzvideo-App führt nun ein Feature ein, das es deutlich vereinfachen wird, richtige Q&A’s abzuhalten.

Lieferando erstellt über 10.000 Schattenwebsiten

Der Lieferservicedienst Lieferando betreibt in Deutschland und weiteren europäischen Ländern Tausende Schattenwebseiten, die denen von Restaurants stark ähneln und deren Angebot zum Bestellen anbieten. Damit leitet das Unternehmen potenzielle Besteller von den eigentlichen Seiten der Restaurants auf die eigenen um und kassiert dadurch eine Provision, die Lieferando ansonsten entgehen würde.

Rechtsexperten sehen das Verhalten von Lieferando als unfair an. Lieferando dränge sich zwischen Kunden und Restaurant und blockiere den direkten Zugang. Die Zusammenarbeit zwischen Lieferando und Google bei der Suchmaschinenplatzierung könnte zudem die Frage aufwerfen, ob Lieferando seine Marktmacht ausnutze - es könnte sich also um einen Fall für Kartellrechtler handeln.